Bericht über den 48. Arbeitskreis vom 29. Januar 2015

22. Februar 2015 AK Schule 0 Kommentare

„Francophonie – le tour du monde francophone en 60 minutes“ 

Referent: Dr. Armin Volkmar Wernsing

Bericht : Dr. Ingeborg Christ

Es war ein Nachmittag der Rätsel: Gibt es einen Unterschied zwischen Francophonie und francophonie?  Auf wie vielen Kontinenten wird die französische Sprache gesprochen? Wie viele Staaten haben sich in der Organisation Internationale de la Francophonie (OIF) zusammengeschlossen? … Und dann 30 spannende Quiz-Fragen zu dem Film „Le tour du monde en 60 minutes“ von Armin Volkmar Wernsing.  LÖSUNGSBOGEN

Sozio-kulturelle Unterschiede, historische Erinnerungen, geographische und wirtschaftliche Gegebenheiten sowie sprachliche Eigentümlichkeiten bilden den Hintergrund des Films, der in 60 spannenden Minuten durch die frankophone Welt in fünf Kontinenten führt.  Dr. Wernsing  hat den Film „Le  tour du monde francophone en 60 minutes“ für das „Sprachentournier 2011“ im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen geschaffen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 48. Arbeitskreises für Französischlehrkräfte vorgestellt.

Auf einer Reise in 30 Etappen durchqueren die Zuschauer die vielfältige frankophone Welt. Begleitet und geleitet werden sie von Auswahlfragen zu Geographie und Landeskunde (Vulkanausbruch in La Réunion), zu Ereignissen der Vergangenheit (Entdeckungen/Eroberungen, Sklaverei) und zu historischen Persönlichkeiten (die Revolutionärin Luise Michel als Verbannte in Neukaledonien, Capitaine Dreyfus als Opfer eines Justizirrtums auf der Teufelsinsel). Produkte der Landwirtschaft (Kava-Tee, Zucker, Rhum, Vanille) und der Fischerei (la morue) kommen ins Bild sowie auch negative Folgen klimatischer und menschlicher Faktoren im Ökosystem (z.B. désertification). Technische Projekte und Leistungen werden sichtbar (Bau des Suez-Kanals; Zündung der Fusée Ariane). Politische Verwicklungen, Krisen (Kambodscha u.a.) und weltweit kommentierte Katastrophen (Erdbeben in Haïti u.a.) werden in Erinnerung gerufen. Auch Bezüge zur Welt der Malerei (Gauguin in Polynesien) und der Literatur (Victor Hugo im politischen Exil in Luxemburg) werden hergestellt. Diese und viele weitere Elemente bilden das Mosaik der frankophonen Welt in dem Film. – Wenn man den Einsatz des Films im Unterricht plant, wird empfohlen, einzelne Etappen als Ausgangspunkt und motivierenden Einstieg für weitergehende Informationen und Erörterungen vorzusehen oder am Ende einer Reihe zu Ländern der Frankophonie entsprechende Auszüge oder ggf. den ganzen Film zur zusammenfassenden Sicht vorzuführen.

www.avwernsing@t-online.de

Kompetenzorientierung

Als weiteres Thema war dem Referenten eine Reflexion über die Neuorientierungen des Französischunterrichts unter dem Stichwort „Kompetenzorientierung“ ein Anliegen. Er sprach die Furcht aus, dass die Konzentrierung auf Kompetenzen die Erörterung zu Inhaltsfragen in den Hintergrund rücke. Die Gefahr sei, dass der Französischunterricht sein besonderes Profil verliere und sich daraus eine Demotivierung der Schülerinnen und Schüler für das Lernen der französischen Sprache ergebe. Die anschließende Diskussion, in der diese These teils Widerspruch, teils Zustimmung fand, gab den Veranstaltern des Arbeitskreises die Idee, einmal in einer gesonderten Veranstaltung diese Problematik genauer zu erörtern und Perspektiven für die Französischlehrkräfte daraus zu entwickeln.

Dank

Wir danken Herrn Dr. Wernsing für eine Fülle interessanter Einblicke in die frankophone Welt und viele Anregungen im Verlauf des Nachmittags.

 


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