Didier Daeninckx stellte „Caché dans la maison des fous“ vor

16. November 2016 Top-Nachricht 0 Kommentare

Auf Einladung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg präsentierte Didier Daeninckx am Montag im Internationalen Zentrum am Innenhafen seinen neuen Roman „Caché dans la maison des fous“ – Versteckt im Irrenhaus. Der Roman des französischen Autors handelt von einem Irrenhaus in einem abgelegen Dorf Frankreichs der 1940er Jahre. Die beiden psychiatrischen Leiter des Hauses entwickeln völlig neue Methoden des Umgangs mit psychisch Kranken. An die Stelle von Misshandlungen und Ruhigstellung mit Medikamenten treten Beteiligung, Entfaltung eigener Aktivitäten und gemeinsame Arbeit. Heute gängige Behandlungsmethoden wie Kunsttherapien werden erprobt. Juden und Widerstandskämpfer, wie zum Beispiel der Dichter Paul Eluard, finden Zuflucht in dieser Einrichtung und werden in die Organisation des Alltags integriert. So entsteht der Eindruck einer „verkehrten Welt“: Die Welt draußen ist durch Krieg und Verfolgung aus den Fugen geraten, aber in einer Anstalt für „Verrückte“ herrschen „normale“, humane Verhältnisse. Dank der aktiven Einbindung der Kranken bei der Feldarbeit oder der Herstellung von Kleidung überlebt schließlich die Einrichtung den Zweiten Weltkrieg. Ein massenhaftes Verhungernlassen durch unzureichende Lebensmittelrationen, das von der Vichy-Regierung angeordnet wird, kann vermieden werden.

Der Vortrag von Didier Daeninckx wurde seitens der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg von Waltraud Schleser und Ulrike Hebel mit Übersetzungen und Erläuterungen begleitet. Nach einer lebhaften Diskussion mit den rund 30 Besucherinnen und Besuchern endete die Veranstaltung mit der Signierung von Büchern durch den Autor.

Werner Schleser

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