Zusammen mit 4000 Menschen zeigte die DFG zeigte Flagge gegen „Pegida“

20. Januar 2015 Allgemein 0 Kommentare

Über 4000 Demonstranten gegen Pegida kamen am Montag, 19. Januar 2015,  zu einer eindrucksvollen Kundgebung vor das Duisburger Stadttheater und setzten ein Zeichen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Unter ihnen auch Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg. Sie zeigten mit den übrigen Teilnehmern der Kundgebung Flagge gegen zirka 400 überwiegend auswärtige Pegida-Anhänger am Hauptbahnhof.


„Juden, Christen, Muslime, Agnostiker und Atheisten stehen hier zusammen“, lobte Armin Schneider, Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises die hohe Bereitschaft der Duisburger, sich gegen Fremdenhass und Hetze zu stellen, und rief der Pegida zu: „Ihr habt weder in Duisburg noch in irgendeiner anderen Stadt etwas verloren.“  Unternehmer, Gewerkschafter, Vertreter der demokratischen Parteien und vor allem ganz viele ganz normale Bürger hatten sich am Montagabend auf den Weg vors Theater und auf den König-Heinrich-Platz gemacht und zwei Stunden Temperaturen um den Nullpunkt getrotzt.

Zeitgleich ging an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet symbolisch das Licht aus: Neben dem Theater und dem Stadtwerketurm wurde auch die Beleuchtung am Landschaftspark Nord, am Rathaus und der Salvatorkirche ausgeschaltet. Auch der Duisburger Handel zeigte Flagge und löschte das Licht. Die Goldene Leiter im „Forum“ blieb ebenso dunkel wie das Gebäude der Sparkasse am Kuhlenwall oder das der Krankenkasse Novitas am Innenhafen. OB Link bedankte sich für das „sichtbare Zeichen gegen Hass und Hetze“. Lesen Sie den Bericht


Mit diesem Worten hatte der Vorstand der DFG die Mitgliedschaft zur Teilnahme an der Gegenkundgebung aufgerufen:

Nous sommes Charlie: Vorsicht vor ziemlich falschen Freunden. 

Nur zwei Wochen nach dem Mordanschlag auf das Team der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo und der mörderischen Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris versucht jetzt in Deutschland eine islamfeindliche Protestbewegung namens „Pegida“ mit einem Aufmarsch erstmals in Duisburg aus den Ereignissen von Paris politisches Kapital zu schlagen. Personen und Parolen dieser „Pegida“ machen deutlich, dass sie von den Idealen der Macher von Charlie Hebdo und den Millionen Menschen, die um sie trauern, Lichtjahre entfernt sind.

Toleranz (gegen über dem Fremden und seinen unterschiedlichen Religionen), Freiheit (der Rede und der Presse), Brüderlichkeit sind elementare Werte unserer pluralen Gesellschaft in Deutschland und unserer Freunde und Verbündeten in den Nachbarländern von Europa. Diese gemeinsamen Werte gilt es zu schützen und zu verteidigen: Gegen Terror und Gewalt von außen aber auch gegen Verunglimpfung und Verachtung von innen.

Der Vorstand der DFG Duisburg ruft die Mitglieder und Freunde der Deutsch-Französischen Gesellschaft auf, am kommenden Montag ab 18.30h auf dem Opernplatz vor dem Stadtteater  gegen politische Brandstifter, gegen Verächtlichmacher der Demokratie, gegen Neo-Nazis und rechtsradikale Hooligans, gegen Anstifter und Hetzer zu einem Kampf der Religionen eine klare Front der Ablehnung aufzubauen.

Die Duisburger Stadtgesellschaft, zu der sich die DFG zählt, wird es nicht zulassen, dass zwielichtige politische Provokateure Hass auf Fremde, Hass auf Zugewanderte oder Hass auf eine bestimmte Religion in eine Stadt tragen, die es seit Jahrzehnten verstanden hat, im aufgeklärten Sinne eines Voltaire genau an diesen schwierigen Fragen des Zusammenlebens für Konsens und Ausgleich sorgen.

Nous sommes Charlie: Vorsicht vor ziemlich falschen Freunden!

gez. Stefan Endell 2. Vorsitzender der DFG Duisburg



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