Newsletter

20.04.2025

y02LaZK
- Programm
- Jubiläumsjahr
Sprachbiografien
- Französische Sprache / Kultur: Parler de la routine au travail - Professeur Guillaume
- Frankreich aktuell
- Regards croisés : Les heures de repas - Eliane Lebret / Waltraud Schleser
- Expression de la semaine : poser un lapin - Waltraud Schleser
- Rätsel - Devinette : La chasse aux œufs en France
- Buchempfehlung: Linda Broszeit
- Tipps:
Quelles relations franco-allemandes pour l’Europe après les élections ... ? - Tipp von Alfons Scholten
Pierre Sommet, ein Hülser aus Frankreich
Vichy : sortir des embarras de la mémoire - Tipp von Pierre Sommet
Historischer Rückblick: Todesstrafe aus medialer Sicht "Le Parisien" - Harald Küst
Liebe Mitglieder und Freunde,

schon vorab möchten wir in diesem Newsletter auf unsere zwei Jubiläumsveranstaltungen im Mai hinweisen. Am 7. Mai vergleicht die Karikaturistin und Schnellzeichnerin Florence Debray Deutschland und Frankreich in einer kabarettistischen Performance.

Für den 23. Mai ist es uns gelungen, das Jazz-Duo Günter Baby Sommer und Michel Godard zu einem außergewöhnlichen Konzert einzuladen. Wir sind sehr stolz darauf, dass die beiden bereit sind, zu uns nach Duisburg zu kommen.

Bis dahin wünschen wir Joyeuses Pâques und hoffen, Sie bald bei unseren Veranstaltungen zu treffen.

Bonne chasse aux œufs !
Waltraud Schleser

Programm

Louise Violet - OMU

Mo, 28.04., 17h45 und Mi, 30.04., 20h15

Montags mit einer Einführung von.Wolfgang Schwarzer. Nach dem Film treffen wir uns in lockerer Runde im Café Movies.
F 2024; Regie: Eric Besnard; Darsteller*innen: Alexandra Lamy, Grégory Gadebois, Jérôme Kircher (Frz. OF mit dt. UT) …

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Louise Violet

Café français

Di, 29.04., 19h-121h30

Organisation: Jürgen Donat

(Im kleinen Saal im Café Museum oder auf der Terrasse)

Die DFG lädt zum Café français ein. Hier können Frankophile wie Frankophone miteinander ins Gespräch kommen.

Anmeldung erbeten: info@voila-duisburg.de

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Café français

Der König der französischen Renaissance: François I

Mi, 07.05., 18h-19h30

Referent: Prof. Dr. Volker Steinkamp

Mit François I (1494-1547) soll in diesem Vortrag - mithilfe von reichhaltigem Bildmaterial - einer der bedeutendsten und auch faszinierendsten Könige der französischen Geschichte vorgestellt werden…

Teilnahme: 5 €, kostenlos für DFG-Mitglieder

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Der König der französischen Renaissance: François I

Das Wunder de la bière et du camembert. Jetzt aber müssen wir den Planeten retten!

Mi, 07.05., 19h-20h30

In unserem Jubiläumsprogramm bietet Ihnen die Karikaturistin FLOH-D eine spritzige Performance in Deutsch mit Live-Zeichnen.

Lassen Sie sich überraschen!

Teilnahme: 5 €, kostenlos für DFG-Mitglieder

Anmeldung: info@voila-duisburg.de

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Das Wunder de la bière et du camembert. Jetzt aber müssen wir den Planeten retten!

Opa war ein Nazi

Fr, 09.05., 19h30-20h30

Schauspiel für alle ab 13 Jahren von und mit Ilka Vierkant

Wie kann man als Enkelin eines Nazi-Täters den Überlebenden des Holocaust gegenübertreten? In „Opa war ein Nazi“ beschreitet Ilka Vierkant den schmerzhaften Weg der Bewusstwerdung einer Enkelin, die mit dem Gebot des Schweigens nach dem Krieg aufgewachsen ist. Sie beschreibt den Prozess der Entdeckung der verborgenen Geschichten im Herzen der …

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Opa war ein Nazi

Jazz-Konzert mit Günter Baby Sommer und Michel Godard - Jubiläumskonzert

Fr, 23.05., 20h-22h

Günter Baby Sommer - einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz

Michel Godard - schafft Verbindungen zwischen den Jahrhunderten und den Musikkulturen

Teilnahme kostenlos, Hutkonzert

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Jazz-Konzert mit Günter Baby Sommer und Michel Godard

Jubiläumsjahr

Sprachbiografien

Ihre Mithilfe ist gefragt: Wie sind Sie mit Frankreich, der Sprache und Kultur in Berührung gekommen? Senden Sie uns Ihre Sprachbiografie zu, die wir – Ihr Einverständnis vorausgesetzt – auf der Webseite und im Newsletter veröffentlichen werden. Herzlichen Dank für die Zusendungen, die wir bereits erhalten haben. Wir freuen uns auf weitere Zuschriften.

Und so geht's: Sprachbiografien
Ilka Hatscher

Meine erste Erfahrung mit Frankreich hatte ich bei einem Familienurlaub in Südfrankreich nahe der spanischen Grenze im Alter von 13 Jahren. Mein Vater und ich sprachen nur Englisch als Fremdsprache (meine Lateinkenntnisse halfen hier leider auch nicht weiter), sodass der Urlaub zwar sehr schön war, aber, um die Menschen dort näher kennenzulernen, nicht weiterhalf.

Dieser Urlaub weckte mein Interesse an der französischen Sprache

Französische Sprache und Kultur

Parler de la routine au travail

Heute gibt Professeur Guillaume Ihnen alle sprachlichen Mittel, um von einem Arbeitsalltag im Büro zu sprechen.

https://www.youtube.com/watch?v=TjNiMWEZVHs

Frankreich aktuell

Rassemblements politiques à Paris

Nach der Verurteilung von Marine Le Pen hat der Rassemblement national zu einer Kundgebung in Paris aufgerufen. Die beiden anderen politischen Blöcke riefen ihrerseits zu Gegendemonstrationen auf.

https://www.francetvinfo.fr/politique/rassemblements-politiques-a-paris-la-bataille-de-2027-est-elle-lancee_7174371.html

Orthographe

Die Franzosen tun sich zunehmend schwer mit ihrer Rechtschreibung, trotz der großen Erfolge der öffentlichen Diktate.

https://www.francetvinfo.fr/societe/education/orthographe-le-niveau-des-francais-a-t-il-baisse_7184445.html

Décoration de 101 artisans

101 Handwerker, die an der Restaurierung von Notre Dame beteiligt waren, wurden mit dem Ordre national du Mérite ausgezeichnet.

https://www.francetvinfo.fr/culture/patrimoine/incendie-de-notre-dame-de-paris/reouverture/notre-dame-de-paris-des-artisans-decores-par-emmanuel-macron_7191540.html
Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich

Regards croisés

Les heures de repas

Eliane Lebret / Waltraud Schleser
Nachmittags um 16 Uhr am Strand von Calais. Wir haben Hunger. Zum Glück gibt es zwei Frittenbuden und ein Eiskiosk. Lange Schlangen vor dem Eis, gähnende Leere vor den frites. Die Deutschen freuen sich, sofort ihre Pommes bestellen zu können, wundern sich jedoch ein bisschen über diesen Zufall. Ist das Zufall? Nein, natürlich nicht.

Während wir Deutschen zu allen möglichen Tageszeiten essen, hält sich ein überwiegender Teil der Franzosen nach wie vor ziemlich strikt an die traditionellen Essenszeiten: Mittagessen zwischen 12h und 14h, Abendessen: frühestens ab 19h30.

Meine Freundin Éliane hat gar das Gefühl, völlig die Orientierung zu verlieren, wenn sie ihren Tagesablauf nicht nach den Mahlzeiten einteilen kann:

Sans déjeuner, je perds mes repères !
Quand je suis en Allemagne avec des amis ou dans la famille allemande et que nous ne déjeunons pas forcément le midi ou bien un peu plus tard dans l’après-midi, vers 15h, je perds mes repères de la journée. Je suis complètement formatée par le rythme français des repas et surtout des déjeuners entre 12 et 14h. Pour moi, l’après-midi commence après le déjeuner. Tant que je n’ai pas déjeuné, ce n’est pas l’après-midi. J’ai alors beaucoup de mal à me resituer dans le temps.

Das Osteressen mit der ganzen Familie könnte sich jedoch gut und gerne bis um 16h oder 17h hinziehen. Dann muss halt der Nachmittag mal ausfallen. Oder, wie siehst Du das, Eliane?

Expression de la semaine

Waltraud Schleser

Nein, der Ausspruch hat weder etwas mit Ostern noch mit einem Hasen bzw. Kaninchen zu tun. Die Geschichte dieser Redewendung hat auf ihrem Weg durch mehrere Jahrhunderte erstaunliche Wendungen genommen.

Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Postkutschen, verdienten sich die Kutscher wohl heimlich etwas dazu, indem sie zusätzliche Reisende mitnahmen und sich das Fahrgeld in die eigene Tasche steckten, anstatt es an die Betreiber weiterzugeben. Den zusätzlichen Passagier nannte man lapin, denn er war der Grund dafür, dass die Platzverhältnisse in der Kutsche für alle sehr beengt wurden, wie in einem Kaninchenstall.

Faire le lapin als nicht ganz legale Mitfahrgelegenheit wurde mit der Zeit zum Synonym für Mitfahren ohne zu bezahlen und später zum allgemeinen Begriff für das Nichtbezahlen einer Leistung schlechthin. Coller un lapin oder poser un lapin bezog sich auf einen Freier, der sich weigerte, eine Prostituierte für ihre Dienste zu bezahlen. Daraus entstand die Bedeutung, seine Zusagen und Verpflichtungen nicht einzuhalten.

Und nun endlich gelangen wir zur heutigen Bedeutung: On pose un lapin à quelqu’un, wenn man die Zusage zu einem Treffen nicht einhält und eine*n andere*n versetzt.

Rätsel - Devinette

La chasse aux œufs en France

Les cloches des églises ne sonnent plus à partir de vendredi saint. On raconte aux enfants qu’elles partent à Rome. Sur leur chemin de retour le dimanche de Pâques, les cloches sont chargées de cadeaux chocolatés. Elles les laissent tomber dans les jardins ou appartements et les enfants s’empressent de chercher les friandises.
Ils vont trouver des ....1....... ou en sucre, des .....2......, des .....3......, des .....4...... et des ......5...... Depuis pas mal d’années, ils trouvent également des ....6....... de ....7......., une tradition allemande qui a été importée en France.
Les enfants français ne vont pas trouver des .....8...... de Pâques, ni des ......9..... durs en multiples ....10........

Die Lösungswörter finden Sie waagerecht oder senkrecht in dem untenstehenden Worträtsel. (Die Reihenfolge der Nummern 1 - 5 ist beliebig).

Bonne chasse aux œufs !
Schicken Sie die Lösung bis 02.05.25 an schleser@voila-duisburg.de

Unter den richtigen Antworten wird ein/e Gewinner/in ausgelost und erhält eine kleine Überraschung von « La Maison de Florence » https://la-maison-de-florence.de/ Die Lösung finden Sie im nächsten Newsletter.
Auflösung des letzten Rätsels:
1.f - 2.b - 3.e - 4.c - 5.d - 6.h - 7.g - 8.a

Glücksfee Emma hat das Gewinnerlos gezogen: Sabine Lukas - Félicitations !

Ganz besondere Glückwünsche und ein Sonderpreis gehen an das Team Wertenbroch/Auerswald. Sie haben seit Beginn noch nie ein Rätsel ausgelassen - außer, wenn sie selbst Rätselideen geschickt haben - Félicitations et merci beaucoup !

Buchempfehlungen

Heute bespricht Linda Broszeit den Roman "Ein Raum zum Schreiben" von Kristin Valla. Linda führte lange Jahre die Bücherinsel in Rheinhausen.
Kristin Valla: Ein Raum zum Schreiben

Braucht eine Frau, die schreiben möchte, ein Zimmer für sich allein? Die norwegische Autorin Kristin Valla, Anfang vierzig, hat mehrere Jahre keinen Roman veröffentlicht, während sie für ihre Familie da war und als Redakteurin gearbeitet hat. Ihre Unzufriedenheit über diesen Mangel wächst inzwischen täglich und belastet das Familienleben. Sie versucht deshalb, in Oslo Freiräume für sich zu schaffen, um erneut mit dem Schreiben anzufangen. Es funktioniert nicht, der Abstand zu ihrer Familie mit allen Alltagssorgen ist nicht groß genug. Deshalb entscheidet sich Kristin, alleine nach Südfrankreich zu fahren. Schon bald setzt sich bei ihr die Idee fest, dort ein kleines Haus zu kaufen, es wäre ein Haus ganz für sie allein. In Roquebrun in der Region Okzitanien wird sie fündig.
Ihr Mann weiß, wie wichtig dieses Haus für seine Frau ist und akzeptiert ihre zukünftigen längeren Auszeiten in Frankreich. Seine einzige Bedingung: Er hat nichts mit dem Haus zu tun, sie muss sich um alles alleine kümmern.

Kristin hat nur wenig Geld und das Haus, das sie sich leisten kann, ist dementsprechend in keinem guten Zustand. Es ist voller Schimmel, hat ein undichtes Dach, Fenster und Türen sind verzogen, das Badezimmer ist eine noch größere Zumutung, an die elektrischen Leitungen möchte sie gar nicht denken. So wird das Tränenvergießen in den ersten Jahren zu ihrem ständigen Begleiter. Üppige Renovierungsarbeiten lassen sie immer wieder an ihrer Kaufentscheidung zweifeln, zumal sie kaum Französisch spricht und auch in dieser Beziehung immer auf die Hilfe von anderen Bewohnern angewiesen ist. Und doch….Es gibt viele schöne Momente in dem Haus, in dem sie merkt, dass sie hier unverstellt leben kann. Sie fühlt sich vielen Schriftstellerinnen nahe, die während ihres Lebens in einer ähnlichen Situation waren. Von diesen Autorinnen, in deren Karrieren Häuser oder eigene Räume eine besondere Rolle gespielt haben, lesen wir ebenfalls in dem Buch. Virgina Woolf, die mit ihrem Buch „Ein Zimmer für sich allein“ ein wegweisendes Buch über Frauen und Literatur geschrieben hat, ist für Kristin eine Heldin. Alice Walker, Patricia Highsmith, Selma Lagerlöf, die im 15. Jahrhundert lebende Christine de Pizan, Tania Blixen sind nur einige der vorgestellten Schriftstellerinnen, die während des Schreibens Häuser renovierten oder deren Dichtkunst nach dem Einzug in ein eigenes Haus deutlich zunahm.

Kristin schreibt in ihrem Haus nur selten, jedoch kehrt sie immer wieder mit einem freien Kopf nach Oslo zurück. Schließlich findet sie dort auch einen Platz zum Schreiben und das Haus in Frankreich wird nach fünf Jahren ein Haus für die ganze Familie.

Ich mag dieses Buch sehr. Frauen, die in irgendeiner Weise kreativ sein wollen, brauchen Freiräume. Um diese müssen sie oftmals kämpfen oder haben ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Partner oder der Familie, wenn sie diese Freiräume haben und beanspruchen. Das war im 15. Jahrhundert so und kann heute auch noch ein Thema sein.

Linda Broszeit
www.lindabroszeit.de

Tipps

Quelles relations franco-allemandes pour l’Europe après les élections en Allemagne ?

Zu diesem Thema organisiert Ceci - Cercle Europe citoyennetés et identités - eine table ronde mit hochrangigen Experten des Franco-Allemand. https://voila-duisburg.de/wp-content/uploads/2025/04/relation-fr-all.pdf

Do, 24. April 2025, 18h30h - Online-Zugang https://www.youtube.com/@CercleCeci

Danke an Alfons Scholten für diesen Tipp.



Pierre Sommet, ein Hülser aus Frankreich
Der Heimatverein Hüls stellt Pierre Sommet und seine Schriften vor. Unseren Leser*innen ist Pierre Sommet seit langem bekannt, u.a. durch seine Beiträge zu den Expressions de la semaine.

https://drive.switch.ch/index.php/s/Ek5FW6LBZyc7cRD



Vichy : sortir des embarras de la mémoire
Die interessante Online-Zeitschrift www.dokdoc.eu widmet einen Artikel der Aufarbeitung der Stadt Vichy mit ihrer Vergangenheit.
https://dokdoc.eu/fr/2025/03/12/vichy-sortir-des-embarras-de-la-memoire/

Merci à Pierre Sommet pour ces liens.



Historischer Rückblick: Todesstrafe aus medialer Sicht “Le Parisien”

Der freie Autor Harald Küst wirft in der Rheinischen Post vom 08.04.25 einen Blick zurück in die finstere Zeit der Todesstrafe und wie die französische Zeitung Le Parisien dabei auf Deutschland blickt. Netterweise stellt er uns seinen Artikel zur Verfügung.

https://voila-duisburg.de/wp-content/uploads/2025/04/Historischer-Rueckblick-Todesstrafe.pdf

Danke an Harald Küst für diesen Artikel.
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Redaktion: Waltraud Schleser
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