Bericht zum 71. Arbeitskreis für Französisch-Lehrkräfte am 13.2.2020 im Café Museum in Duisburg

8. März 2020 AK Schule 0 Kommentare

Thema: Alles wieder vergessen? – Langfristiger Lernerfolg durch nachhaltiges Lernen in der Sek I

Referent: Peter Winz

 

Jede Fremdsprachenlehrkraft macht früher oder später die Beobachtung: Wissen, das im Test oder in der Klassenarbeit noch beherrscht wurde, ist wenige Wochen später bei den Schülern nicht mehr abrufbar.

Rituale

Ganz zentral ist hier zum einen das sichere Beherrschen von Vokabular. Hier zeigte Herr Winz sehr anschaulich, dass bestimmte Rituale, die in jeder Unterrichtsstunde wiederholt werden, wie zum Beispiel „Quel jour sommes-nous?“ oder „Notre collège – dialogue modèle“ helfen können, entsprechendes Vokabular immer wieder zu wiederholen und damit einzuschleifen.

Aber auch beim Üben von grammatischen Strukturen gibt es Möglichkeiten: Gedichte und Lieder, die mit Hilfe eines „Knopfes“ auf einem Poster gewählt und dann gesungen oder gesprochen werden.

Vokabeltraining

Darüber hinaus haben sich zum Lernen von Vokabeln Lernkarteien – entweder in Papierform in einem fünffächerigen Vokabelkasten oder digital auf Smartphone, Tablet und PC, zum Beispiel von Phase 6© oder Brainyoo©. Letzteres hat den Vorteil, dass Schüler*innen gut Wartezeiten, zum Beispiel an der Bushaltestelle, zum Üben nutzen können. Alle Systeme haben den Vorteil, dass auch ältere Vokabeln immer mal wieder wiederholt werden.

Auch das Anlegen einer Kladde zu Beginn des Französischunterrichtes ist eine gute Methode, wichtigen Stoff, zum Beispiel auch die oben erwähnten Lieder und Reime, aber auch selbst angelegte Vokabellisten, zu sammeln und schnell wiederzufinden.

Fachraumgestaltung

Gute Erfahrungen hat Peter Winz auch mit Plakaten gemacht, die ständig im Fachraum hängen, und zum Beispiel unterrichtsrelevante Sätze zum „discours en classe“ enthalten. Auf diese muss dann aber auch immer zurückgegriffen werden, wenn die Schüler*innen bestimmt Wendungen wie „Was heißt…auf Französisch“ nicht wissen.

Herr Winz bezog die Teilnehmenden gleich mit in seinen motivierenden Vortrag ein und ließ sie kurze Dialoge direkt ausprobieren. Gerade zum Bereich „Vokabellernen“ gab es eine angeregte Diskussion über das Für und Wider der vorgestellten Methoden unter den Teilnehmenden.

Besonders hervorzuheben ist, dass Herr Winz gerade auch bei schwächeren Schülern gute Lernzuwächse und damit ein Plus an Motivation beobachtet.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Winz für den anregenden Vortrag. Ebenso gilt unser Dank Herrn Lohmann vom Cornelsen Verlag und Herrn Donat von der Buchhandlung Donat für die Bereitstellung der Büchertische, an denen nach der Veranstaltung noch gestöbert werden konnte.


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