Covid19: Auch Frankreich hat erneut einen Lockdown ausgerufen

28. Oktober 2020 Top-Nachricht 0 Kommentare

(Paris, 29.10.2020). Die Ausgangsbeschränkungen gelten ab dem 30. Oktober. Wie bereits im Frühjahr, sollen die Franzosen sich vorrangig zu Hause aufhalten und nur für die nötigsten Besorgungen oder Arztbesuche das Haus verlassen.

Die Regierung empfiehlt zudem, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Im Gegensatz zum Lockdown im März sollen dieses Mal die meisten Schulen offen bleiben.Die Maskenpflicht gilt nunmehr ab dem sechsten Lebensjahr.Auch viele öffentliche Behörden bleiben geöffnet. Die Maßnahmen sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet.

Nach einer Umfrage des Nachrichtensender LCI sprechen sich 77% der befragten Franzosen für den Lockdown bis zum 1. Dezember aus. 8 von 10 Franzosen gehen davon aus, dass die Ausgangsbeschränkungen auch über dieses Datum hinaus aufrechterhalten bleiben müssen. 67% der Franzosen befürworten, dass die Schulen geöffnet bleiben.

Die neuen Maßnahmen wurden von Staatspräsident Emmanuel Macron am 28. Oktober in einer Fernsehansprache angekündigt und von verschiedenen Ministern im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. Oktober präzisiert. Premierminister Jean Castex stellte den Maßnahmenplan zudem vor der französischen Nationalversammlung und dem Senat vor. Der Senat, der vom bürgerlich-konservativen Lager dominiert wird, stimmte mit 178 Gegen-Stimmen, 130 Ja-Stimmen und 27 Enthaltungen gegen die Erklärung von Premierminister Jean Castex zur Gesundheitskrise.

Kurz zuvor hatten die Abgeordneten der Nationalversammlung die Maßnahmenweitgehend unterstützt: 399 von ihnen befürworteten den von der Regierung beschlossenen Lockdown; 27 Abgeordnete stimmten dagegen.Die Abstimmung ist für die Regierung nicht bindend.

Die Maßnahmen werden nach ersten Schätzungen der Regierung mit 15  Milliarden Euro pro Lockdown-Monat zu Buche schlagen: etwa 6 Milliarden Euro für die Reaktivierung des Solidaritätsfonds, 7 Milliarden Euro für Kurzarbeit, 1 MilliardeEuro für die Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen, sowie 1 Milliarden Euro zur Deckung eines Teils der Mieten von Unternehmen. (©nach Infos von KAS Paris).


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