Berichte

Bericht zum 74. Arbeitskreis für Französischlehrkräfte

Wegen der angespannten Coronasituation fanden beide Seminare online statt.

Cornelsen: Donnerstag, 4. Februar 2021 17:00 -18:00 Uhr

Klett: Montag, 8. Februar 2021, 17:00 – 18.00Uhr

Dieser Arbeitskreis wollte die Teilnehmer*innen bei der Entscheidungsfindung unterstützen, welches neue Lehrwerk bei der Umstellung von G8 auf G9 eingeführt werden soll.

Beiden Werken ist gemeinsam, dass sie vielfältige methodische Angebote machen und zahlreiche Begleitmedien bieten.

Das Cornelsen-Lehrwerk „À plus“ zeichnet aus, dass es zunächst einen Vorkurs bietet. Zudem gibt es einen Unterrichtsmanager sowie eine vorgefertigte didaktische Jahresplanung, die der Lehrkraft die Vorbereitung erleichtern. Es gibt zahlreiche Verweise auf Filme, welche in Zusammenarbeit mit dem Sender TV5 monde eigens angefertigt wurden. Es gibt zahlreiche Übungen, die die Selbstständigkeit der Schüler*innen fördern. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten der Binnendifferenzierung, z.B. bei den Kopiervorlagen. Um den Wortschatz der Lernenden kontinuierlich aufzubauen, hat der Verlag ein integriertes Vokabellernen vorgesehen. Alle Medien liegen sowohl in digitaler als auch in gedruckter Form vor bzw. erscheinen ab jetzt sukzessive.

Alles in allem wurde den Teilnehmer*innen ein modernes, motivierendes Lehrwerk vorgestellt, das jedoch eine gewisse Technik sowie Technikaffinität der Lehrenden voraussetzt.

Das entsprechende Klett-Lehrwerk „Découvertes“ zeichnet sich durch eine schlanke Obligatorik aus. Hinzu kommen einige freie Module, die die Lehrkraft zusätzlich behandeln kann.

Es kommen viele verschiedene Textsorten, z.B. auch Comics zum Einsatz. In den Zoom-Teilen geht es immer um eine Festigung von Orthographie und Aussprache während die Bilan-Teile, wie schon in den älteren Klett-Werken, der Selbstevaluation dienen. Hinzu kommen jetzt noch diverse Révision-Einheiten, bei der die Lernenden ihr Wissen wiederholen können. Darüber hinaus bietet auch Klett diverse Differenzierungsoptionen.

Die neue Ausgabe hält Verweise auf zum Lektionsinhalt passende kurze Filme bereit, die das Deutsch-Französische Institut Erlangen gedreht hat. Diese finden sich auch auf der Internetseite des Autors Steffen Obeling (www.obeling.de).

Wir bedanken uns bei beiden Verlagen für die Bereitstellung der Konferenzplattformen und die freundliche Unterstützung.

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Bericht zum 73. Arbeitskreis für Französischlehrkräfte

„Simulation “Être jeune” – Lernen durch Handeln (3./4. Lernjahr)“ am 12. November 2020, online

Aufgrund der Corona-Situation fand der Arbeitskreis diesmal online statt. Peter Winz stellte den Teilnehmerinnen eine motivierende Methode für den Französisch-Unterricht vor, die sich auch gut für den Distanz-Unterricht eignet. Das Modell findet sich in der Unterrichtshandreichung „À la carte“, erschienen beim Cornelsen-Verlag.

In dieser Simulation gestalten die Schüler*innen eine Stadt, schlüpfen in eine neue Identität als französische Schüler (inkl. Haus/Wohnung in einem bestimmten Stadtteil, Freunde, Familie) in einem fiktiven collège und interagieren miteinander. Die Methode ist kreativ und aufgabenorientiert und orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen. Es werden Sprech- und Schreibkompetenz gefördert

Dabei bleibt die Freude am Französischunterricht erhalten sodass die Schüler dazu motiviert werden, auch in der Sek II Französisch zu wählen.

Wir danken dem Cornelsen-Verlag für die Bereitstellung der Konferenzplattform und für die freundliche Unterstützung bei der Durchführung des Arbeitskreises und Peter Winz für die Präsentation dieses Unterrichtsmodells.

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Bericht zum 72. Arbeitskreis (20.08.2020) für Französischlehrkräfte „Quoi de neuf? Une rentrée culturelle – Ein Wiedersehen mit Material, Musik & Kultur- und Lesetipps“ frisch aus la France importiert und exklusiv für uns zusammengestellt von Ulrike Lange

Die Teilnehmer*innen wurden mit frischen Tipps, nicht nur für den Unterricht, versorgt. Darüber hinaus gab die Referentin Hinweise, wie die entsprechenden Chansons, Bücher und Filme auch im virtuellen Französisch-Unterricht eingesetzt werden können, zum Beispiel mittels Padlet.

Empfohlen wurden die Filme « Mon bébé » (2019), « Divines »(2016), « Ava » (2017) und « Portrait de la jeune fille en feu » (2019), immer kombiniert mit Hinweisen, warum diese für junge Menschen interessant sein könnten.

Des Weiteren gab es Buchtipps: « Les choses humaines » (2019), « Aigre-doux » (2019) und « D’autres vies sous la tienne » (2019) – auch hier wieder kombiniert mit Unterrichtstipps.

Zum Schluss gab es einige Musiktipps, die sicherlich den Geschmack der Schüler*innen treffen werden, u.a. „Il est où, le SUV“ (2019) von Suzane oder „Amour censure“ (2020) von Hoshi.

Hochmotiviert konnten die Teilnehmer*innen ins neue Schuljahr gehen. Vielen Dank an Ulrike C. Lange für den inspirierenden Vortrag!


Bericht zum 71. Arbeitskreis für Französisch-Lehrkräfte am 13.2.2020 im Café Museum in Duisburg

Thema: Alles wieder vergessen? – Langfristiger Lernerfolg durch nachhaltiges Lernen in der Sek I

Referent: Peter Winz

Jede Fremdsprachenlehrkraft macht früher oder später die Beobachtung: Wissen, das im Test oder in der Klassenarbeit noch beherrscht wurde, ist wenige Wochen später bei den Schülern nicht mehr abrufbar.

Ganz zentral ist hier zum einen das sichere Beherrschen von Vokabular. Hier zeigte Herr Winz sehr anschaulich, dass bestimmte Rituale, die in jeder Unterrichtsstunde wiederholt werden, wie zum Beispiel „Quel jour sommes-nous?“ oder „Notre collège – dialogue modèle“ helfen können, entsprechendes Vokabular immer wieder zu wiederholen und damit einzuschleifen.

Aber auch beim Üben von grammatischen Strukturen gibt es Möglichkeiten: Gedichte und Lieder, die mit Hilfe eines „Knopfes“ auf einem Poster gewählt und dann gesungen oder gesprochen werden.

Darüber hinaus haben sich zum Lernen von Vokabeln Lernkarteien – entweder in Papierform in einem fünffächerigen Vokabelkasten oder digital auf Smartphone, Tablet und PC, zum Beispiel von Phase 6© oder Brainyoo©. Letzteres hat den Vorteil, dass Schüler*innen gut Wartezeiten, zum Beispiel an der Bushaltestelle, zum Üben nutzen können. Alle Systeme haben den Vorteil, dass auch ältere Vokabeln immer mal wieder wiederholt werden.

Auch das Anlegen einer Kladde zu Beginn des Französischunterrichtes ist eine gute Methode, wichtigen Stoff, zum Beispiel auch die oben erwähnten Lieder und Reime, aber auch selbst angelegte Vokabellisten, zu sammeln und schnell wiederzufinden.

Gute Erfahrungen hat Peter Winz auch mit Plakaten gemacht, die ständig im Fachraum hängen, und zum Beispiel unterrichtsrelevante Sätze zum „discours en classe“ enthalten. Auf diese muss dann aber auch immer zurückgegriffen werden, wenn die Schüler*innen bestimmt Wendungen wie „Was heißt…auf Französisch“ nicht wissen.

Herr Winz bezog die Teilnehmenden gleich mit in seinen motivierenden Vortrag ein und ließ sie kurze Dialoge direkt ausprobieren. Gerade zum Bereich „Vokabellernen“ gab es eine angeregte Diskussion über das Für und Wider der vorgestellten Methoden unter den Teilnehmenden.

Besonders hervorzuheben ist, dass Herr Winz gerade auch bei schwächeren Schülern gute Lernzuwächse und damit ein Plus an Motivation beobachtet.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Winz für den anregenden Vortrag. Ebenso gilt unser Dank Herrn Lohmann vom Cornelsen Verlag und Herrn Donat von der Buchhandlung Donat für die Bereitstellung der Büchertische, an denen nach der Veranstaltung noch gestöbert werden konnte.

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Bericht zum 70. Arbeitskreis für Französisch-Lehrkräfte „Cercle ouvert d’échanges et de discussion : Die deutsch-französische Woche in meinem und in deinem Unterricht“

Nach Begrüßung und einigen einführenden Worten zur Deutsch-Französischen Gesellschaft und in naher Zukunft stattfindende Veranstaltungen ging es direkt an die Arbeit. Die Teilnehmenden erarbeiteten Ideen zur Frage, wie man die Deutsch-Französische Woche an der eigenen Schule gestalten könnte, welche Ziele damit verfolgt würden, wer dabei helfen könnte und welche Schwierigkeiten es ggf. geben könnte.

Zahlreiche Ideen wurden genannt: Teilnahme am Internetwettbewerb des Institut français, Probestunden für die 5. / 6. Jahrgangsstufe, ein Kinobesuch, ein französischer Tag für die Unterstufe, eine Lüttich-Fahrt, spielerische Einblicke und Projekte wie z.B. Initiierung von Brieffreundschaften.

Als wichtigste Ziele einer solchen Woche wurden genannt: die Schüler nachhaltig für die Sprache begeistern, Freundschaft und Verbindung schaffen, die Schüler*innen erfahren lassen, dass Französisch Freude machen kann und nicht nur schwierig ist, interkulturelle Kompetenzen fördern, das Sprechen fördern sowie Interesse für die französische Literatur und Kunst wecken.

Unterstützung für ein solches Vorhaben kann man sich bei den (Fach)-kollegen, den Schüler*innen, beim Institut Francis, dem Centre culturel, dem Romanistik-Seminar der Uni Duisburg-Essen, durch Internetrecherche und nicht zuletzt bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg holen. Zu nennen sind hier insbesondere die Jugendsprecher, darunter sogar ein französischer Muttersprachler.

Als mögliche Schwierigkeiten wurde genannt, dass es teilweise sowieso sehr wenige Französischkurse an der Schule gäbe, die genau zum Zeitpunkt der Deutsch-Französischen Woche im Praktikum seien. Eine Lösung hierfür könnte sein, eine entsprechende Aktion zu einem anderen Zeitpunkt durchzuführen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierte Annette Görgen verschiedene weitere Möglichkeiten zur Gestaltung der Woche, zum Beispiel Herstellung einer „Galette des rois“, dem französischen Dreikönigskuchen. Ebenso könnten Crêpes von den Schülern zubereitet und in der Pause an die Mitschüler verkauft werden. Passend dazu gab es, je nach Altersstufe, noch die passenden Videos zu entdecken. Eine weitere, typisch französische Möglichkeit, ist der Einsatz von Comics. ….. (hier könnte ich noch mehr schreiben, wenn Du mit deine ppt schickst – habe nicht mehr alles im Kopf 😉

In einem dritten Teil wurden die Teilnehmenden gebeten, doch selbst einmal einen französischen Tag / eine französische Woche zu planen. Die Auswertung ergab, dass hierbei der Schwerpunkt auf spielerischen Elementen bzw. Kino oder einer Backaktion liegen sollte, zumal sich der Zeitpunkt im Schuljahr (kurz vor den Halbjahreszeugnissen) dafür besonders gut eigne.

Abschließend gab Frau Doktor Christ noch Hinweise zum Deutsch-Französischen Vorlesespaß in der Duisburger Stadtbücherei und zu den Spielenachmittagen bzw. dem Gesellschaftsspiel der DFG.