Voilà - das Programm der kommenden Tage

Nov
28
Do
Jour fixe: Muse, Modell, Künstlerin: Kiki vom Montparnasse @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Nov 28 um 17:00 – 18:00
Jour fixe: Muse, Modell, Künstlerin: Kiki vom Montparnasse @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Referentinnen: Dr. Claudia Kleinert und Hannelore Schulte (Sprache: Deutsch)

“Kiki de Montparnasse” ist das Pseudonym der Sängerin und Schauspielerin Alice Prin (1901-1953), deren Leben eng mit der gesamten Künstlerszene der 1920er und 1930er Jahre in Montparnasse verbunden ist, u.a. mit Cocteau und Hemingway.

(Kooperationsveranstaltung)

Nov
29
Fr
Frankreich (er)lesen – Plaisir de lire @ Stadtbibliothek, Steinsche Gasse, 47051 Duisburg-Stadtmitte
Nov 29 um 17:00 – 18:30
Frankreich (er)lesen - Plaisir de lire @ Stadtbibliothek, Steinsche Gasse, 47051 Duisburg-Stadtmitte

Sprache: Deutsch/Französisch

Entdecken Sie Fundstücke der französischen Literatur.

Wechselnde Referenten präsentieren und besprechen am letzten Freitag des Monats französische Bücher (Original und Übersetzung)

Heute: Dr. Ingeborg Christ stellt Francois Darracq:  “Les griffes du passé” (Editions Terre d’Histoires 2019) vor.

Es ist das Jahr 1953. Eine deutsche und eine französische Kleinstadt wollen sich, acht Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, aus den “Klauen der Vergangenheit” befreien, indem sie eine Städtepartnerschaft und einen Schüleraustausch begründen. Der Roman beginnt mit dem ersten Besuch der deutschen Delegation in der französischen Stadt. Manche Leserin, mancher Leser unseres Lesekreises wird sich an die Aufregung vor einer solchen ersten Begegnung, vielleicht als Schülerin oder Schüler, erinnern. Im Jahr 1953 war die Situation besonders angespannt: Wie sind “die anderen”, mit denen man Jahrzehnte lang eine bittere und kriegerische “Erbfeindschaft” geführt hat? Marcel Rivier, zweiter Bürgermeister der französischen Stadt, hat die schlimmsten Auswüchse der Feindschaft als französischer Jude im Konzentrationslager Buchenwald überlebt. Umso mehr liegt ihm die Versöhnung am Herzen, für die er bei seinen Mitbürgern mit großem Einsatz wirbt. Nun glaubt er in der deutschen Delegation ein Gesicht zu erkennen, das Gesicht eines der Folterer aus Buchenwald. Ist er es? Kann er dann selbst noch die Versöhung wollen?

Der Roman wird zu einer kriminalistischen Suche nach der Wahrheit über den Mann aus Deutschland und einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Trauma der Vergangenheit. Wird Marcel Rivier sich aus den “Klauen der Vergangenheit” befreien können? Und warum erinnert ein Roman des Jahres 2019 an diese schwierigen Anfänge, da es inzwischen doch 4200 eingespielte deutsch-französische Partnerschaften gibt? – Der Lesekreis “Frankreich (er)lesen / Plaisir de lire” am 29. November 2019 wird Gelegenheit geben, im Zusammenhang des Romans von François Darracq diesen Fragen nachzugehen.

(Kooperationsveranstaltung mit der Stadtbibliothek)

Dez
3
Di
Große Philosophen: Jean Paul Sartre @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Dez 3 um 20:00 – 21:30
Große Philosophen: Jean Paul Sartre @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Referent: Ulrich Kohlloeffel (Sprache: Deutsch)

Jean Paul Sartre hat mit seinen Romanen, Theaterstücken, Erzählungen, Drehbüchern, Biographien, mit Reden und Interviews weltweit ein großes Publikum erreicht; mit seiner Philosophie des “atheistischen Existenzialismus” ist er nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts geworden. Sein politischer Kampf in der französischen Résistance, sein Engagement zwischen den Fronten des Zweiten Weltkrieges, sein Eintreten gegen die Verletzung der Menschenrechte und gegen die Unterdrückung durch öffentliche Gewalt haben Sartre in der ganzen Welt höchste Anerkennung eingebracht. 1964 erhielt Sartre den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte, um sich nicht durch die Politik vereinnahmen zu lassen.

Freiheit, Verantwortung, Moral, Existenz bestimmten sein Lebenswerk, über das seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir sagte: “Sartre lebte, um zu schreiben”. Leben und Werk des großen französischen Philosophen nachzuzeichnen, ist Anliegen des Vortrags.

(Kooperationsveranstaltung) Eintritt: 5 €, frei für DFG Mitglieder (vorherige Anmeldung über Frau Dr. Kleinert erforderlich)

Dez
5
Do
Jour fixe: Romain Rolland zum 75. Todestag @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Dez 5 um 17:00 – 18:00
Jour fixe: Romain Rolland zum 75. Todestag @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Referent: Werner Seuken (Sprache: Deutsch)

Romain Rolland (1866-1944) bekam 1915 den Nobelpreis für Literatur. Eines seiner Hauptwerke hat Monika Pfeifer-Celan bereits im Mai bei “Frankreich (er)lesen” vorgestellt: “Jean-Christophe”. Romain Rolland war ein engagierter Schriftsteller und Pazifist, Musikkritiker (berühmt ist seine Beethoven-Biografie) und Tierschützer. Viele seiner teilweise umfangreichen Werke werde auch heute noch gelesen. Einer seiner besten Freunde war Stefan Zweig.

(Kooperationsveranstaltung)

Dez
9
Mo
Paris – Revolutionen an der Seine: Von 1789 bis zu den “Gelbwesten” @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Dez 9 um 20:00 – 21:30
Paris - Revolutionen an der Seine: Von 1789 bis zu den "Gelbwesten" @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Referent: Ralf Petersen (Sprache: Deutsch)

Mit dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 beginnt eine Epoche der Revolutionen in Europa. Die französische Hauptstadt steht auch in den folgenden Jahrzehnten immer wieder im Zentrum der revolutionären Stürme, die periodisch über den alten Kontinent hinwegfegen und dabei die gesellschaftlichen Verhältnisse genauso verändern wie das Stadtbild von Paris.

Diese Veränderungen sind der historische Hintergrund für eine “Spurensuche”, bei der nicht nur die wichtigsten Stätten der Pariser Revolutionen von 1789 bis 1871 aufgesucht werden, sondern auch der Mai 68 und die Bewegung der “Gilets jaunes” einbezogen und erstaunliche Parallelen entdeckt werden. Doch auch das heutige Paris kommt nicht zu kurz. Mit den “Grand Projets” des François Mitterrand, einer Art architektonischer Revolution der 1980er Jahre, sowie der grünen Revolution der 1990er und 2000er Jahre erhält der Begriff “Revolution” noch eine ganz neue Bedeutung.

(Kooperationsveranstaltung) Foto: Olivier Ortelpa, wiki-commons.

Jan
17
Fr
Rouge armé – Autorenlesung mit Maxime Gillio @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Jan 17 um 18:00 – 19:30
Rouge armé - Autorenlesung mit Maxime Gillio @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Moderation und Übersetzung: Wolfgang Schwarzer

Maxime Gillio wirft in seinem roman noir einen französischen Blick auf die deutsche Geschichte seit 1945. Vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse vermischt dieser Kriminalroman sehr geschickt Opfer- und Täterrollen. Die Handlung bleibt spannend bis zur letzten Seite.

Patricia, journaliste au Spiegel, enquête sur les personnes qui, dans les années soixante, ont fui l’Allemagne de l’Est au péril de leur vie. Inge est passée de l’autre côté du Mur quarante ans plus tôt et accepte de lui raconter son enfance, son arrivée à l’Ouest, son engagement… Mais certains épisodes de la vie d’Inge confrontent Patricia à ses propres démons, à son errance. Leur rencontre n’est pas le fruit du hasard. Dans les méandres de la grande Histoire, victimes et bourreaux souvent se croisent. Ils ont la même discrétion, la même énergie à se faire oublier, mais aspirent rarement au pardon.

(Eintritt frei für DFG-Mitglieder, vorherige Anmeldung bei Dr. Claudia Kleinert erforderlich)

Foto Maxime Gillio, © Dorinne Johnson (Kooperationsveranstaltung)

Jan
24
Fr
Mörderisches Frankreich @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Jan 24 um 18:30 – 20:00
Mörderisches Frankreich @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte | Duisburg | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Eine (Bilder)-Reise zu den Schauplätzen der beliebten und erfolgreichen Frankreich-Krimis.  Referent: Ralf Petersen

Krimis aus Frankreich sind so populär wie nie zuvor. Originelle Typen, interessante Schauplätze, ein bisschen Geschichte und Kultur sowie diverse kulinarische Details, dazu die Sonne des Südens oder die magischen Farben des Meeres der Bretagne – das sind die Zutaten für einen erfolgreichen Krimi aus unserem Nachbarland.

Neben den neuen meist von englischen oder deutschen Autoren geschaffenen Polizisten wie dem Chef de Police Bruno im Périgord, Kommissar Dupin in der Bretagne, Kommissar Duval an der Côte d’Azur und Ulrich Wickerts Richter aus Paris werden wir uns auch mit den Klassikern der Krimi-Literatur wie Leo Malets Nestor Burma, Jean-Claude Izzos Marseille-Trilogie sowie Simenons legendärem Commissaire Maigret befassen und die Schauplätze der Ermittlungen (Marseille, die Côte d’Azur mit Cannes und Porquerolles, die Bretagne mit Concarneau und Pont-Aven, das Périgord, die Provence und natürlich auch Paris) aufsuchen. Es wird aber auch die Frage nach der Ursache für den verblüffenden Erfolg und nach dem Frankreichbild der Krimis gestellt und auch die Autoren werden näher beleuchtet.

(Kooperationsveranstaltung; Sprache Deutsch)

Foto: Ralf Petersen

 

Jan
27
Mo
Rupert Seidl liest aus „Die Pest“ von Albert Camus. @ Stadtbibliothek im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Jan 27 um 20:00 – 21:30
Rupert Seidl liest aus „Die Pest“ von Albert Camus. @ Stadtbibliothek im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian

Die egozentrische und egoistische Perspektive der Hauptfiguren, die sich in Camus’ frühen Texten findet, wandelte sich durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs. Dass das Individuum nicht ohne eine Gemeinschaft existieren, dass die Barbarei nur mit solidarischem Widerstand beseitigt werden kann, hat Camus in zahlreichen Essays der 1940er und 1950er Jahre herausgearbeitet. Es ist aber auch das Thema des großartigen Romans „Die Pest“ (1947). Die Rückkehr der Seuche, die nichts anderes als eine Metapher für die Verheerungen des Faschismus/Nationalsozialismus ist, wird als Krankheit der Gesellschaft gedeutet. Anstatt vor dem Problem zu fliehen oder die Seuche als Strafe Gottes passiv hinzunehmen, stellt sich der Arzt Bernard Rieux in Oran dem Kampf gegen die Pest. Auf sich allein gestellt, könnte er allerdings wenig ausrichten. Rieux sucht und findet Mitstreiter und es ist diese Solidarität der Gesunden, durch die die kranke Gesellschaft gerettet wird.

Sprache: Deutsch (Kooperationsveranstaltung) Foto: Rupert Seidl

Vorverkauf 4 €, Abendkasse 5 €

DFG-Mitglieder haben freien Eintritt und werden gebeten, sich bis zum 10.01.20 anzumelden unter: info@510369591.swh.strato-hosting.eu

Jan
30
Do
Jour fixe: Charles Baudelaire und die große Stadt – Die Blumen des Bösen @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte
Jan 30 um 17:00 – 18:00
Jour fixe: Charles Baudelaire und die große Stadt - Die Blumen des Bösen @ VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg-Mitte

Referenten: Wolfgang Schwarzer und Dr. Claudia Kleinert

Der entfremdete Großstadtmensch steht im Mittelpunkt von Baudelaires lyrischem Zyklus “Die Blumen des Bösen”. Seine Texte wurden wegen angeblicher Anstößigkeit bei ihrem Erscheinen zum Skandal und sind heute Kult.

(Kooperationsveranstaltung) Foto: Wolfgang Schwarzer

Globalisierung und Migration @ Konferenzzentrum "Der Kleine Prinz", Schwanenstr. 5-7, 47051 Duisburg
Jan 30 um 18:00 – 19:30
Globalisierung und Migration @ Konferenzzentrum "Der Kleine Prinz", Schwanenstr. 5-7, 47051 Duisburg

Referent: Norbert Neuser, MdEP

Am 22. Januar 2019 haben Deutschland und Frankreich den Aachener Vertrag als Aktualisierung des Elysée-Vertrages von 1963 unterschrieben. Damit wollen sich unsere beiden Länder auf die großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts vorbereiten und reagieren. Neben Klimawandel und Digitalisierung betont der Aachener Vertrag die beiden großen Themenbereiche Globalisierung und Migration. Diese Themen wurden auch vom französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in seiner Sorbonne-Rede von September 2017 als die großen Herausforderungen für Europa herausgestellt.
Die Deutsch-Französische Gesellschaft Duisburg führt eine Themenreihe zu Afrika durch, die Vorträge, Lesungen und Filme umfasst. Neben den Beziehungen zwischen Frankreich und Afrika spielen die Beziehungen zwischen Europa insgesamt und Afrika eine
wichtige Rolle.
Ziel der Veranstaltung ist es, die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen und Verflechtungen einerseits darzustellen und kritisch zu diskutieren. Andererseits sollen Lösungswege aufgezeigt werden, wie die afrikanischen Länder gestärkt werden können, ohne  ihnen eine weiße Vorherrschaft aufzuzwingen.

(Kooperationsveranstaltung mit Europe direct)